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Lärm und Vibrationen am Arbeitsplatz

Gefährdungsbeurteilung und technische Maßnahmen nach LärmVibrationsArbSchV

Lärm am Arbeitsplatz sowie Hand-Arm- und Ganzkörpervibrationen können die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Beschäftigten erheblich beeinträchtigen. Grundlage für die Bewertung ist die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV). Arbeitgeber sind verpflichtet, die Exposition gegenüber Lärm und Vibrationen getrennt zu erfassen, zu bewerten und geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen.

Unser Vorgehen:

Als Sachverständiger für Schall und Lärmschutz führen wir normgerechte Geräuschmessungen und Schalldruckpegelmessungen unter realen Betriebsbedingungen durch. Dabei ermitteln wir unter anderem den Tages-Lärmexpositionspegel (LEX,8h), Spitzenschalldruckpegel sowie die relevanten Auslöse- und Grenzwerte gemäß Arbeitsschutzrecht.

Im Bereich der Vibrationen bestimmen wir die Exposition gegenüber Hand-Arm- und Ganzkörpervibrationen, wie sie beispielsweise bei handgeführten Maschinen oder an Fahrerarbeitsplätzen auftreten. Die Bewertung erfolgt gemäß den gesetzlichen Vorgaben und unter Berücksichtigung der tatsächlichen Einwirkdauer.

Auf Basis der Messergebnisse beurteilen wir die Einhaltung der Auslösewerte und entwickeln gezielte Lärmminderungs­maßnahmen sowie technische Maßnahmen zur Reduzierung von Vibrationsbelastungen. Ziel ist ein wirksamer Lärmschutz am Arbeitsplatz, eine rechtssichere Gefährdungsbeurteilung und die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Wir beraten Sie gerne!

Auch unterhalb der Gehörgefährdung kann Arbeitsplatzlärm die Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Durch strukturierte Lärmprüfung, fundierte Schallanalyse und belastbare gutachterliche Stellungnahmen unterstützen wir Unternehmen bei der Umsetzung praxisgerechter und normkonformer Schutzkonzepte.

Unsere Leistungen im Einzelnen:

  • Erfassung von Lärm und Vibrationen am Arbeitsplatz
  • Arbeitslärm nach 2003/10/EG, LärmVibrationsArbSchV, TRLV Lärm
  • Schallausbreitung in Arbeitsräumen nach VDI 3760
  • Gestaltung lärmarmer maschinenbestückter Arbeitsstätten nach DIN EN ISO 11690
  • Bestimmung und Bewertung der Tages-Lärmexpositionspegel und der Tages-Vibrationsexpositionswerte
  • Gefährdungsbeurteilung und Lärmminderungsprogramm
  • Unterweisung von Beschäftigten
  • Ganzkörper-Vibrationen entsprechend der ISO 2631-1, ISO 8041, VDI 2057-1 und EG-Richtlinie 2002/44/EG
  • Hand-Arm-Vibrationen gemäß ISO 5349 und EG-Richtlinie 2002/44/EG
  • Detektion von Lärmbereichen und Erstellung von Lärmkatasterkarten für die Geräuschsituation innerhalb von Betriebshallen und für den Außenbereich
  • Erarbeitung von Minderungsmaßnahmen zur Verbesserung der Lärm- und Vibrationssituation im Arbeitsschutz
  • Aufsicht über die Einhaltung des Lärm- und Vibrationsschutzes in Betrieben
  • Messung und Beurteilung tieffrequenter Schwingungen und Geräusche
Arbeitslärm
Arbeitslärm
Ganzkörper-Vibrationsmessung (GKV)
Ganzkörper-Vibrationsmessung
Hand-Arm-Vibrationsmessung (HAV)
Hand-Arm-Vibrationsmessung
Lärmminderungsplanung
Lärmminderungsplanung

Unser fachkundiges Personal unterstützt Betriebe bei der Ermittlung und Bewertung der Gefährdung der Beschäftigten durch Lärm und Vibrationen bei der Arbeit.

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Referenzprojekte

Lärmminderungskonzept für einen Gewerbebetrieb

In einer Produktionshalle mit mehreren lärmintensiven Maschinen wurde ein Lärmminderungskonzept gemäß Lärm­Vibrations­ArbSchV erstellt. Grundlage bildeten Schallmessungen und ein Lärmkataster zur Identifikation der lautesten Anlagenbereiche. Dabei wurden Schalldruckpegel bis 91 dB(A) gemessen und der Tages-Lärmexpositionspegel LEX,8h überschritten. Zur Reduzierung der Lärmbelastung wurden Maßnahmen an den Maschinen, Schalldämpfer für Druckluftsysteme sowie raumakustische Verbesserungen der Halle vorgeschlagen.

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Ausarbeitung wirkungsvoller Maßnahmen zur Verringerung der Lärmexposition an den Arbeitsplätzen in Betrieben

In einer Produktionshalle mit hohen Schalldruckpegeln von bis zu 93 dB(A) wurde ein Konzept zur Verringerung der Lärmexposition der Beschäftigten entwickelt. Grundlage bildeten Schallmessungen an den Arbeitsplätzen, die Bestimmung der Schallleistungspegel der Anlagen sowie ein 3D-Schallausbreitungsmodell der Halle. Auf dieser Basis wurden technische und organisatorische Lärmminderungsmaßnahmen gemäß LärmVibrationsArbSchV erarbeitet, mit denen der mittlere Schalldruckpegel auf etwa 75 dB(A) reduziert werden kann.

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Raumakustik in Großraumbüros verbessern durch Schallabsorber und Akustikdecken

In einem Großraumbüro mit mehreren Arbeitsplätzen wurden Schalldruckpegel und raumakustische Eigenschaften untersucht, nachdem Mitarbeiter über hohe Geräuschbelastungen geklagt hatten. Messungen ergaben einen mittleren Geräuschpegel von 62 dB(A) und eine zu hohe Nachhallzeit, wodurch die Anforderungen der VDI-Richtlinie 2058 Blatt 3 für überwiegend geistige Tätigkeiten überschritten wurden. Durch geeignete Schallabsorber, eine Akustikdecke und zusätzliche Abschirmmaßnahmen konnte die Raumakustik deutlich verbessert und die Lärmbelastung reduziert werden.

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Fallstudien

Arbeitslärm
Arbeitslärm

Dokumentation der Schalleinwirkung auf das Betriebspersonal in Industrieanlagen während mehrerer repräsentativer Arbeitsschichten. Vergleich mit den zulässigen Grenzwerten und Ausarbeitung von Minderungsmaßnahmen.

Vibrationseinwirkungen
Vibrationseinwirkungen

Erfassung der Schwingbeschleunigungen, welche auf Staplerfahrer innerhalb mehrerer repräsentativer Arbeitsschichten einwirken. Vergleich mit den zulässigen Grenzwerten und Ausarbeitung von Minderungsmaßnahmen.